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09.12.2008
Schutz von Unternehmensdaten wichtiger denn je

Das zu Ende gehende Jahr 2008 war geprägt durch eine Rekordzahl von Datenverlusten. Allein bei T-Mobile gingen 17 Millionen Kundendaten verloren. Dies war kein Einzelfall. Experten sind davon überzeugt, dass heute die Adressen vieler User im Umlauf sind und auch Millionen von Kontendaten illegal kursieren. Die öffentlich bekannt gewordenen Sicherheitslecks sind dabei nur die Spitze des Eisbergs.

 

 Zusätzlich werden Unternehmen durch zunehmende Wirtschaftsspionage geplagt. "Vor diesem Hintergrund, angesichts neuer Technologien und einer steigenden Zahl gesetzlicher Vorschriften, hat für Unternehmen der wirksame Schutz ihres Know-hows und ihrer Kundendaten in den nächsten Monaten eine ganz besondere Bedeutung und sollte die allerhöchste Priorität genießen", erklärt Malte Pollmann, Chief Product Officer beim Security-Spezialisten Utimaco. Das Unternehmen hat für 2009 sechs Trends ausgemacht, die den IT-Security-Markt entscheidend prägen werden.

1. Neue Technologien und Services wie Cloud Computing, Virtualisierung und Software-as-a-Service (SaaS) erfordern erhöhte Sicherheit: 2008 haben Cloud Computing, Virtualisierung und SaaS den verteilten Zugriff auf Unternehmensdaten deutlich vorangebracht. Der direkte und unmittelbare Austausch von Informationen hat aber auch neue Sicherheitslücken offenbart. Wollen Unternehmen weiterhin die Vorteile von Cloud Computing und SaaS nutzen, bedarf es adäquater Sicherheits- und Verschlüsselungs-Policies, um sensible Daten - wo auch immer sie sich befinden - optimal abzusichern.

2. Verschärfte Datenschutzgesetze forcieren die Verschlüsselung: Als Konsequenz aus einer Reihe von Datenschutzverstößen werden Regierungen Datenschutzgesetze überarbeiten und in verschiedenen Punkten verschärfen. Hier kommen 2009 zusätzliche Anforderungen auf die Unternehmen zu. Einzelne Vorschläge aus dem Gesetzgebungsverfahren greifen aber zu kurz und verfehlen das Ziel, den Missbrauch von Kundendaten wirksam zu unterbinden. Zum Schutz von Kundendaten fordert Utimaco eine Lösung nach Vorbild der US-Bundesstaaten Kalifornien und Nevada, wo es seit 1. Oktober ein "Verschlüsselungsgesetz" gibt: Unternehmen müssen sensible Daten verschlüsseln und sie müssen protokollieren, welcher Mitarbeiter zu welchem Zeitpunkt auf Kundendaten zugreift. Damit lässt sich recht einfach die berechtigte Nutzung der Kundeninformationen vom absichtlichen Missbrauch trennen. Gehen Daten verloren und sie sind nicht verschlüsselt, sind Firmen und Organisationen darüber hinaus verpflichtet, Datenverluste den Betroffenen und der Öffentlichkeit sofort mitzuteilen.

3. Der Verlust sensibler Kundendaten führt zu einem weiteren massiven Rückgang der Kundenloyalität: Jedes Mal, wenn sensible Kundendaten verloren gehen, gerät die Kundenloyalität in Gefahr. Sie ist direkt abhängig von der Fähigkeit von Unternehmen, Kundendaten wirksam zu schützen. Im kommenden Jahr müssen Unternehmen dafür noch mehr als bislang investieren, um so die Risiken aus Datenverlusten zu minimieren. User reagieren mittlerweile sehr empfindlich auf das Thema Datenschutz.

4. Die Datensicherheit wird für kleine und mittlere Unternehmen einfacher: Zum Glück sind die Zeiten vorbei, in denen Unternehmen mit mehreren Lieferanten verhandeln mussten, um unterschiedliche Lösungen für verschiedene Anforderungen wie Virenschutz, Sicherung mobiler Endgeräte und eine wirksame Zugriffskontrolle selbst integrieren zu müssen. 2009 werden verschiedene Produktbundles speziell für den Mittelstand auf den Markt kommen, die eine kombinierte Lösung für Information Protection und Verschlüsselung sowie die Umsetzung einheitlicher unternehmensweiter Sicherheitsrichtlinien bieten. Damit sind dann auch kleine und mittlere Unternehmen deutlich einfacher als heute in der Lage, ihre sensiblen Firmendaten umfassend zu schützen.

5. Entlassungen bedeuten mehr Datenklau: Wo im nächsten Jahr aufgrund der verschärften Rezession Jobs verloren gehen und Mitarbeiter entlassen werden, sind sensible Unternehmensdaten einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Selbst in normalen Zeiten ist die Datensicherheit durch unzufriedene und frustrierte Mitarbeiter gefährdet. Auch wenn die große Mehrheit der Mitarbeiter sich loyal verhält: Das Risiko, dass unternehmenskritische Daten in die falschen Hände geraten, steigt in wirtschaftsschwachen Zeiten deutlich. Die Ausgaben für IT-Security gerade am Arbeitsplatz zahlen sich unter dieser Prämisse im nächsten Jahr ganz besonders aus.

 Quelle: Computerwelt 11/2008



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