(Cyber-) Angriffe sind für kritische Infrastrukturen, wie Energienetze, besonders schadhaft. Das neue Forschungsprojekt CERBERUS, das von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG gefördert wird, soll diese bedeutsamen Einrichtungen schützen.

Durch Ausfall oder Beeinträchtigungen kann es zu erheblichen Schwierigkeiten in der Gewährleistung öffentlicher Sicherheit oder Versorgungsengpässen kommen. 
Auch massive Auswirkungen auf andere Branchen sind durch die wechselseitige Abhängigkeit kritischer Infrastrukturen zueinander denkbar, so Stefan Rass (Institut für Angewandte Informatik, Gruppe Systemsicherheit).

Ein Forschungsteam arbeitet deshalb an einem Projekt zur Verbesserung des cross-sektoralen Risikomanagements für Objektschutz in kritischen Infrastrukturen.

 

 

Das Forschungsprojekt CERBERUS

 

Im Forschungsprojekt CERBERUS sollen deshalb Interdependenzen in kritischen Infrastrukturen betrachtet werden, um die Ausbreitung von Bedrohungen zu analysieren und einzugrenzen.

Ziel des Projektes CERBERUS ist es Institutionen und Einrichtungen, die eine wichtige Bedeutung für das Gemeinwesen haben, zu erfassen und deren relevante Informationen darzustellen. Hierbei handelt es sich um Branchen aus den Bereichen Telekommunikation, Energie, Wasser- und Gesundheitsversorgung.

Es soll eine ganzheitliche, nationale Sicht auf Risiken geschaffen werden. „Eine Harmonisierung subjektiv bedingter Unterschiede in Risikobewertungen liegt im Fokus“, so Rass. Aus diesem Grund wollen die Forscher die Analysen mehrerer Infrastrukturen zusammenführen und so zu einer sektor- und themenübergreifenden Darstellung kommen. 

Zusätzlich soll eine Referenz-Guideline für kritische Infrastrukturen geschaffen werden, die sich an internationalen Normen und Standards orientieren wird.

 

Das Projekt CERBERUS wird vom Austrian Institute of Technology koordiniert. Neben der avedos business solutions GmbH sind auch folgende andere Projektpartner aktiv: Alpen-Adria-Universität, Universität Wien, Institut für empirische Sozialforschung (IFES) GmbH, Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung im BMI und das Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport.

 

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