Die heuer bereits zum 10. Mal stattfindende Jahreskonferenz am 21. und 22. September 2015 der Risk Management Association e.V. (RMA) behandelte Chancen- und Risikomanagement in allen Facetten.

Der Zusammenhang von „Politik, Wirtschaft und Finanzmärkten“ wurde dieses Jahr besonders hervorgehoben. Markus Gürne, Leiter der ARD-Börsenredaktion, formulierte diese Begriffe am Beginn seines Beitrages, welchen er unter anderem der Flüchtlingsproblematik und der wirtschaftlichen sowie politischen Lage in bestimmten arabischen Ländern widmete.

 

Samuel Brandstätter, CEO bei avedos, referierte vor den rund 180 Kongressteilnehmern über die Vorteile eines ganzheitlichen GRC-Ansatzes.

 

Auch das Thema Lieferantenrisikomanagement wurde besprochen: Karin Lattwein, Risikomanagerin bei Porsche, teilte ihre Sichtweise mit und legte besonderes Augemerk auf die Beziehungen zwischen Kunden und Lieferanten. Frau Lattwein sprach des Weiteren von den drei Dimensionen des Risikomanagement: „Risikoorientierung sowie Nutzer- und Technologieorientierung“.

 

Ian Beale vom CEB Risk Management Leadership Council griff diesen Ansatz im Rahmen seines Vortrages auf und ergänzte die sogenannte „vierte Dimension“. Damit sind die prozessbeteiligten Menschen, also Mitarbeiter, in einem Unternehmen gemeint. Diese spielen im Prozess von Risikomanagement eine größere Rolle als meist angenommen: Ian Beale konkretisiert dies mit dem Beispiel, dass ca. 50 Prozent des „Fehlverhaltens im Risikomanagementumfeld von den Mitarbeitern nicht gemeldet werden“. Dies hemmt den gesamten Risikomanagementprozess und ist oftmals begründet in einer fehlenden Verantwortlichkeitsdefinition. Es ist wichtig, dass auch von Managementseite her die Bedeutung der Prozesse kommuniziert und den Angestellten bewusst gemacht wird, wie mit erkannten Risiken umgegangen werden soll.

 

Einen detaillierten Nachbericht des Risk Management Congress finden Sie auf der Website der RMA.