Das aktuell allgegenwärtige Thema der Scheinselbstständigkeit beschäftigt auch die österreichische Regierung in diesen Monaten. Laut »Standard« ist ein Gesetzesentwurf in Arbeit, welcher bereits mit 1. Juli 2017 in Kraft treten soll.

In den letzten Jahren soll es in Österreich ca. 1650 scheinselbstständige Dienstnehmer gegeben haben. Erst kürzlich sorgte der Fall einer Wiener Firma für Diskrepanzen. Die Wiener Gebietskrankenkasse wollte Mitarbeiter, welche bereits seit 20 Jahren eingetragene Eigentümer des Unternehmens sind, zu Angestellten erklären. Auch in Deutschland ist das Problem der Scheinselbstständigkeit immer wieder ein Thema. Zuletzt bei der Fluglinie Ryanair: Managern wird vorgeworfen, Piloten zur Scheinselbstständigkeit angestiftet zu haben.

 

Gesetzesänderungen

 

Unter anderem sind die unpräzise formulierten Definitionen und Gesetzestexte für die immer wieder auftretenden Problematiken verantwortlich. Dies soll nun mit der neuen Verordnung geändert werden:

 

In Zukunft soll bereits bei der Anmeldung eines Mitarbeiters geklärt werden, welche Sozialversicherungsanstalt passend ist. Geprüft wird dies auch bei einigen ausgewählten freien Gewerben, welche erfahrungsgemäß als missbrauchsanfällig gelten. Nach dieser Prüfung wird ein bindender Bescheid ausgestellt. Dadurch soll die Gefahr von Nachforderungen minimiert werden.  

Falls es doch zu Nachzahlungen kommen sollte, möchte man diese gering halten. Dies soll durch Direktüberweisung der Beiträge durch die Sozialversicherungsanstalt an die Gebietskrankenkasse gewährleistet werden. Bei oben genannten Untersuchungen sollen die Sozialversicherungsanstalten generell in Zukunft mehr Mitspracherecht erhalten. 

 

Auch bei Unsicherheiten bezüglich korrekter Einstufung wird künftig Hilfestellung geboten werden. Versicherte und Auftraggeber sollen die Klärung der Umstände bei der zuständigen Behörde beantragen können. 

 

External Workforce Governance - Die Lösung

 

Für Unternehmen kann eine IT-unterstütze External Workforce Governance Lösung - zur Vermeidung von Scheinselbstständigkeit - hilfreich sein. Die gemeinsam von EY (EY GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) und avedos entwickelte risk2value EWG Lösung adressiert die gesetzlich immer enger gezogenen Einsatzmöglichkeiten von Fremdkräften im Unternehmen und unterstützt bei der Risikoidentifikation und Bewertung der jeweiligen Fälle und Einsatzszenarien. Dabei werden alle wesentlichen Stakeholder in einem abgestimmten End-to-End Prozess einbezogen und die Einhaltung von internen und externen regulatorischen Anforderungen sowie Compliance unterstützt. 

 

Lesen Sie hier mehr über das neue Gesetz zur Scheinselbstständigkeit.