Risikoquantifizierung und Risikoaggregation (Risikosimulation) sind wesentlich für Controlling, Risikomanagement sowie die Unternehmens-, Strategie und Investitionsbewertung. Eine „bestandsbedrohende Entwicklung“ früh zu erkennen, setzt die Risikoaggregation voraus.

Die Quantifizierung von Risiken und deren Aggregation im Kontext der Unternehmensplanung ist eine betriebswirtschaftliche Aufgabe von besonders hoher Bedeutung, bei der Controlling und Risikomanagement zusammenwirken sollten. Ohne Risikoquantifizierung und Risikoaggregation können bestandsgefährdende Entwicklungen aufgrund von Kombinationseffekten mehrerer Einzelrisiken nicht früh erkannt werden. Bei der Risikoaggregation werden „stochastische Planungsmodelle“ aufgebaut, die eine traditionelle (einwertige) Unternehmensplanung verbindet mit den Chancen und Gefahren (Risiken), die Planabweichungen auslösen können.

 

Risikoquantifizierung bedeutet deren Beschreibung durch geeignete Wahrscheinlichkeitsverteilungen oder stochastische Prozesse. Zur Risikoaggregation, der Bestimmung des Gesamtrisikoumfangs (Eigenkapital- und Liquiditätsbedarf) ist eine Monte-Carlo-Simulation erforderlich, da Risiken nicht einfach addierbar sind. Als Ergebnis erhält das Controlling Informationen über die Planungssicherheit, d. h. den risikobedingt möglichen Umfang von Planabweichungen (Bandbreitenplanung). Es werden zudem die Voraussetzungen geschaffen für eine risikoorientierte Bewertung strategischer Handlungsoptionen, weil im Rahmen von „Was-wäre-wenn-Analysen“ deren Ertrag-Risiko-Profile verglichen werden.

 

 

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Stichwörter:
Risikoanalyse, Risikoquantifizierung, Risikoaggregation, Monte-Carlo-Simulation, Risikomanagement, Kapitalkosten

 

Über den Autor:
Prof. Dr. Werner Gleißner
ist Honorarprofessor für Betriebswirtschaft, insb. Risikomanagement, an der Technischen Universität Dresden und Vorstand der FutureValue Group AG.

 

 

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