Ohne eine Aggregation der Einzelrisiken kann eine bestandsbedrohende Entwicklung nicht erkannt werden. In den meisten Fällen bedrohen Kombinationseffekte mehrerer Risiken das zukünftige Rating und den Bestand eines Unternehmens.

Ohne Risikoaggregation sind Risikomanagementsysteme ökonomisch weitgehend wertlose, rein formale Systeme, die keinen wesentlichen Beitrag zur Krisenprävention leisten können. Die Bestimmung des Gesamtrisikoumfangs (Eigenkapital und Liquiditätsbedarf) mittels Risikoaggregation ist dabei nicht nur für turnusmäßige Risikoberichte, die den Status quo des Unternehmens beschreiben, erforderlich.

 

Zusätzlich ist es notwendig, bei der Vorbereitung wesentlicher Entscheidungen des Vorstands die mit diesen einhergehenden Veränderungen des Gesamtrisikoumfangs vorab anzuzeigen. Da der Aufsichtsrat über die zustimmungspflichtigen Geschäfte und den dem Vorstand vorgegebenen Rahmen für Gesamtrisikoposition und Risikotragfähigkeit des Unternehmens maßgeblich mitbestimmt, ist er mit der wichtigste Empfänger für die Risikoaggregationsergebnisse. 

 

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Über den Autor:

Prof. Dr. Werner Gleißner ist Honorarprofessor für Betriebswirtschaft, insb. Risikomanagement, an der Technischen Universität Dresden und Vorstand der FutureValue Group AG.

 

 

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