Die Schwächen in den Risikomanagementsystemen vieler Unternehmen resultieren daher, dass vielen Mitarbeitern die Methoden fehlen, um mit Risiko und Ungewissheit umzugehen. Darüber hinaus neigen Menschen grundsätzlich dazu Risiken möglichst zu ignorieren, die keine Emotionen auslösen.

Es ist im Interesse der Aktionäre und damit ein Anliegen der Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e. V. (DSW), die Fähigkeit von Unternehmen im Umgang mit den Chancen und Gefahren einer nicht sicher vorhersehbaren Zukunft zu verbessern, was oft nur durch eine Stärkung des Risikomanagements als Baustein der wertorientierten Führung gelingt.

 

Beim kritischen „Nachhaken“ bei Problemen eines Unternehmens oder möglichen Fehlentscheidungen des Vorstands befindet sich die DSW oft in einer schwierigen Konstellation. Kritik auf der Hauptversammlung oder der Anstoß zu einer vertiefenden Problemanalyse sind meist kurzfristig nicht im Interesse der Aktionäre, die bereits am Unternehmen beteiligt sind. Werden Schwächen und Probleme eines Unternehmens nämlich offenkundig, führt dies oft zu einer (berechtigten) negativen Kursreaktion, d.h. zu Kursverlusten für die Aktionäre, deren Interessen die DSW vertritt. 

 

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Über den Autor:

Prof. Dr. Werner Gleißner ist Honorarprofessor für Betriebswirtschaft, insb. Risikomanagement, an der Technischen Universität Dresden und Vorstand der FutureValue Group AG.

 

 

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