avedos hat sich in den letzten Wochen intensiv dem Thema GRC-Berichterstattung gewidmet und in diesem Zuge sechs Paradigmen zur Diskussion gestellt. Im abschließenden Blogbeitrag fassen wir die wichtigsten Informationen noch einmal für Sie zusammen und geben Ihnen einen Überblick darüber, wie Sie von den 6 Paradigmen sowie Handlungsempfehlungen profitieren können!

 

 

Paradigmenwechsel in der GRC-Berichterstattung

- generieren von echtem Mehrwert für Geschäftsführung und Aufsichtsrat

 

GRC-Berichterstattung wird in der Praxis immer noch häufig vor dem Hintergrund schierer Pflichterfüllung der gesetzlichen Anforderungen gesehen. Die Berichterstattung an Geschäftsführung und Aufsichtsrat hat jedoch das Potenzial einen echten Mehrwert für eine nachhaltige, risikobewusste und chancenorientierte Unternehmensentwicklung zu liefern. Dafür bedarf es eines fundamentalen Paradigmenwechsels. Im Zentrum der Berichterstattung aus den GRC-Prozessen muss die Bemühung stehen, in einigen relevanten Kernfragestellungen für Aufsichtsrat und Vorstand konkrete Erkenntnisse als Ergebnis zu liefern.

 

Paradigma 1

Paradigma 2

Paradigma 3

Paradigma 4

Paradigma 5

Paradigma 6

 

Die sechs Paradigmen wurden bereits vorgestellt, somit ist das Ziel klar. Wie ist nun der Weg dorthin?

 

Das Zielbild ist eine Entwicklung weg von den fragmentierten, sehr ausführlichen und zeitpunktbezogenen Berichten hin zu den sechs ausgeführten Grundpfeilern.

 

 

Abbildung: Integrierte Berichterstattung; Quelle: eigene Darstellung

 

Um sich diesem Zielbild anzunähern ist ein Umdenken hinsichtlich bestehender organisatorischer Abläufe nötig – wie auch der Mut, diese umzugestalten. Zur Ermöglichung einer fachlichen Basis muss eine methodische Annäherung zwischen den Stabstellen erreicht werden. Dabei gilt es einige Grundsätze zu beachten, damit die tägliche Arbeit nicht gefährdet wird:

 

  • Die neuen Ansätze müssen in Berichte münden, deren Zahlenwerk rasch und intuitiv nachvollziehbar ist, um eine relevante Entscheidungsbasis zu liefern.
  • Dabei müssen sie verlässlich in der Methode sein, um häufige Anpassungen zu vermeiden und so eine effektive Arbeitsweise zu unterstützen.
  • Die neuen Entwicklungen müssen sowohl für die jeweilige Branche als auch das Unternehmen passend sein. Nicht nur gilt es die oft unterschiedlichen regulatorischen Anforderungen zu berücksichtigen - gerade die Kultur, etablierte Gepflogenheiten und nicht zuletzt die Unternehmensgröße beeinflussen die Reporting-Verfahren stark.
  • Die entwickelten Methoden und der Weg dorthin müssen hinsichtlich Aufwand im Fachbereich vertretbar sein. Das bezieht sich einerseits auf die Phase der Umarbeitung, in der die neuen Ansätze entwickelt und die Bestehenden weiter betrieben werden müssen, um die Berichtspflichten einzuhalten. Andererseits geht es hier auch um die längerfristige Ressourcensituation und das Sicherstellen der Machbarkeit im regulären, regelmäßigen Betrieb.
  • Es muss konkret an der Kommentierung und Erläuterung gearbeitet werden, um den Mehrwert für Vorstand und Aufsichtsrat offensichtlich und transparent zu transportieren. Nur so kann Akzeptanz erreicht werden.
  • Alle Methoden müssen über die Berichtsperioden hinweg wiederholbar sein, um die Verlässlichkeit und damit die Eignung als Entscheidungsbasis für Vorstand und Aufsichtsrat deutlich zu machen.

 

Die GRC-Fachbereiche werden in der Entwicklung hin zu einer integrierten Berichterstattung eine treibende Kraft sein müssen, um den Wandel zu initiieren und auch zu begleiten. In einer federführenden Rolle wird sich die Wahrnehmung der Fachbereiche als „Geschäftsbehinderer“ hin zum „trustet business advisor“ entwickeln. In den Veränderungen der Rollenbilder und letztlich auch den technologischen Entwicklungen liegt eine große Chance, diesen Wandel aktiv zu gestalten und im Dialog mit Vorstand und Aufsichtsrat neue Wege zu gehen.

 

 

 

 

Quelle: istockphoto.com/at/portfolio/MarsYu