avedos widmet sich intensiv dem Thema GRC-Berichterstattung und stellt in diesem Zuge sechs Paradigmen zur Diskussion, die wir Ihnen in den nächsten Wochen auf unserem Blog vorstellen dürfen. Profitieren Sie von unserem Expertenwissen sowie wertvollen konkreten Handlungsempfehlungen!


Paradigmenwechsel in der GRC-Berichterstattung

– generieren von echtem Mehrwert für Geschäftsführung und Aufsichtsrat

 

GRC-Berichterstattung wird in der Praxis immer noch häufig vor dem Hintergrund schierer Pflichterfüllung der gesetzlichen Anforderungen gesehen. Die Berichterstattung an Geschäftsführung und Aufsichtsrat hat jedoch das Potenzial einen echten Mehrwert für eine nachhaltige, risikobewusste und chancenorientierte Unternehmensentwicklung zu liefern. Dafür bedarf es eines fundamentalen Paradigmenwechsels. Im Zentrum der Berichterstattung aus den GRC-Prozessen muss die Bemühung stehen, in einigen relevanten Kernfragestellungen für Aufsichtsrat und Vorstand konkrete Erkenntnisse als Ergebnis zu liefern. Das dritte dieser Paradigmen bezieht sich auf die Entwicklung hin zu erkenntnisgebenden Berichten:

 

3. Erkenntnisgebend

- von fragmentierten Berichten zu einem integrierten Gesamt-Lagebild der Organisation

 

Auf die entscheidenden Erkenntnisse kann in der Berichterstattung durch das Aufzeigen von Zusammenhängen und Abhängigkeiten zugesteuert werden. Insbesondere die Ergebnisse aus den GRC-Aktivitäten werden in der Regel stark fragmentiert berichtet. Beispielsweise kann es unternehmerisch wichtige Zusammenhänge geben, die über die klassische Berichterstattung nicht aufgedeckt werden. Typische Beispiele sind:

 

  • Widersprüche in den verschiedenen Ergebnissen: im Risikomanagement wird eine Maßnahme als „umgesetzt“ berichtet und das zu Grunde liegende Risiko in der Bewertung entsprechend reduziert berichtet. Nicht betrachtet wird eine Feststellung der Revision, aus der zu entnehmen ist, dass die Maßnahme nicht geeignet ist, um das Risiko zu adressieren.

 

 

  • Systemische Schwachstellen: Häufig werden Feststellungen und Schwachstellen jeweils singulär, d.h. auf den konkreten Kontext hin betrachtet. Damit werden wiederholte Auffälligkeiten über Regionen, Geschäftsbereiche oder bei thematisch zusammengehörenden Aspekten vernachlässigt und notwendige übergreifende Maßnahmen können nicht erkannt werden. Diese Punkte werden selbstverständlich im Sinne der Enthaftung derzeit bereits einzeln und aus den verschiedenen Funktionen heraus berichtet – jedoch entsteht erst aus einer integrierten Gesamtschau die Erkenntnis, die für fundierte Entscheidungen erforderlich ist.

 

Die Veränderung der Berichterstattung hin zu einer vernetzten Betrachtung ist der wesentliche Schlüssel zu größerer Akzeptanz und Impulsgeber in der Entscheidungsfindung – erst hierdurch werden die zusammenhängenden Sachverhalte transparent und bringen die notwendige Erkenntnis zu bestehenden Querverbindungen. Wesentlich ist hier vor allem eine fundierte Abstimmung der Botschaften unter den GRC Funktionen und Verteidigungslinien, damit inhaltlich eine gemeinsame Linie vertreten werden kann.

 

 

Unsere Handlungsempfehlung

Etablieren Sie die gemeinsam definierte Landkarte durch Aufzeigen inhaltlicher Zusammenhänge. Suchen Sie die Zusammenarbeit und bringen Sie Ihre Punkte zunächst außerhalb einer formalisierten Berichterstattung an. So können Sie den Mehrwert dieser Landkarte 

 

Haben Sie das 2. Paradigma verpasst? Hier geht es zum Blobeitrag!

 

Paradigma 4 wird nächste Woche Mittwoch veröffentlicht.

 

 

 

 

 

Quelle: istockphoto.com/at/portfolio/MarsYu