avedos widmet sich intensiv dem Thema GRC-Berichterstattung und stellt in diesem Zuge sechs Paradigmen zur Diskussion, die wir Ihnen in den nächsten Wochen auf unserem Blog vorstellen dürfen. Profitieren Sie von unserem Expertenwissen sowie wertvollen konkreten Handlungsempfehlungen!

 

Paradigmenwechsel in der GRC-Berichterstattung

– generieren von echtem Mehrwert für Geschäftsführung und Aufsichtsrat

 

GRC-Berichterstattung wird in der Praxis immer noch häufig vor dem Hintergrund schierer Pflichterfüllung der gesetzlichen Anforderungen gesehen. Die Berichterstattung an Geschäftsführung und Aufsichtsrat hat jedoch das Potenzial einen echten Mehrwert für eine nachhaltige, risikobewusste und chancenorientierte Unternehmensentwicklung zu liefern. Dafür bedarf es eines fundamentalen Paradigmenwechsels. Im Zentrum der Berichterstattung aus den GRC-Prozessen muss die Bemühung stehen, in einigen relevanten Kernfragestellungen für Aufsichtsrat und Vorstand konkrete Erkenntnisse als Ergebnis zu liefern. Das vierte dieser Paradigmen richtet den Blick in die Zukunft:

 

4. Zukunftsweisend

– vom Berichten des Status-Quo hin zu Trends und möglichen Zukunftsszenarien

 

Traditionell liegt der Fokus der GRC-Berichterstattung an Vorstände und Aufsichtsräte auf der Darstellung des Ist-Standes von Chancen und Risiken, Audit-Feststellungen und beispielsweise internen Kontrollen. Als Rückschau auf die jeweils vergangene Berichtsperiode ist diese Art der Berichterstattung obligatorisch, um regulativen Anforderungen gerecht zu werden und unterstützt vor allem die Aufsichtsfunktion.

 

Vorstände und Aufsichtsräte treibt jedoch viel mehr die Gestaltung der Zukunft des Unternehmens. In diesen Überlegungen ist der Ist-Stand als Aufsatzpunkt relevant, um über strategische Handlungsoptionen und Initiativen zu entscheiden. Als Unterstützung in diesen Entscheidungen ist der Fokus vor allem auf die Veränderungen des Risikoprofils durch mögliche Strategien und Initiativen zu legen. Dabei sind Fragen wie die Folgenden zu beantworten:

 

  • Wie verändern strategische Initiativen das künftige Risikoprofil der Organisation?
  • Welche der Initiativen beinhalten das beste Risk/Return-Profil?
  • Welche der Initiativen bergen die größten Chancen unter Berücksichtigung der Auswirkung auf Risikoappetit und –Tragfähigkeit?

 

Insbesondere in der Vorbereitung und Begleitung strategischer Entscheidungen sind Ansätze wie Szenarioplanungen interessante neue Alternativen. Es bieten sich unterstützend diverse analytische Auswertungen an, die in verschiedenen Varianten dargestellt werden können. So können beispielsweise Massendaten ausgewertet werden und auf dieser Basis erweiterte Erkenntnisse durch Simulationsverfahren und Trendingmechanismen gewonnen und Indikatoren als Entscheidungshilfe bereitgestellt werden. Insbesondere im Umfeld des Risikomanagements ist auch eine Anbindung von externen Daten oft eine nützliche Ergänzung, beispielsweise Daten über die Entwicklung von Märkten.

 

Für die GRC-Fachbereiche ist es empfohlen, sich zunächst mit bereits im Unternehmen gängigen Ansätzen vertraut zu machen und zu prüfen, inwiefern solche Mechanismen zu den aktuellen Prozessen und Vorgehensweisen passen. Besonders in den Bereichen Controlling, IT und auch im Krisenmanagement sind häufig wertvolle Anregungen und etablierte Verfahren zu finden.

 

Handlungsempfehlung

Bringen Sie die Fülle und zu gewinnenden Erkenntnisse aus Ihren GRC-Daten in die strategischen Initiativen ein. Bieten Sie beispielsweise an, die M&A-Aktivitäten oder Investitionsplanungen mit Informationen rund aus dem Risikoinventar anzureichern und damit die Entscheidungen für die Zukunft mit vorzubereiten.

 

Das 3. Paradigma finden Sie hier

Das 5. Paradigma finden Sie hier

 

 

 

 

Quelle: istockphoto.com/at/portfolio/MarsYu