avedos widmet sich intensiv dem Thema GRC-Berichterstattung und stellt in diesem Zuge sechs Paradigmen zur Diskussion, die wir Ihnen in den nächsten Wochen auf unserem Blog vorstellen dürfen. Profitieren Sie von unserem Expertenwissen sowie wertvollen konkreten Handlungsempfehlungen!

 

Paradigmenwechsel in der GRC-Berichterstattung

– generieren von echtem Mehrwert für Geschäftsführung und Aufsichtsrat

 

GRC-Berichterstattung wird in der Praxis immer noch häufig vor dem Hintergrund schierer Pflichterfüllung der gesetzlichen Anforderungen gesehen. Die Berichterstattung an Geschäftsführung und Aufsichtsrat hat jedoch das Potenzial einen echten Mehrwert für eine nachhaltige, risikobewusste und chancenorientierte Unternehmensentwicklung zu liefern. Dafür bedarf es eines fundamentalen Paradigmenwechsels. Im Zentrum der Berichterstattung aus den GRC-Prozessen muss die Bemühung stehen, in einigen relevanten Kernfragestellungen für Aufsichtsrat und Vorstand konkrete Erkenntnisse als Ergebnis zu liefern. Das sechste dieser Paradigmen beschäftigt sich mit kollaborativer Zusammenarbeit:

 

6. Kollaborativ

- von sitzungsbezogener Korrespondenz zur kontinuierlichen Zusammenarbeit

 

Die übliche statische Berichterstattung mit aufwändigen Abstimmungsschleifen und Freigabeprozessen lässt wenig Spielraum für echte Kollaboration und inhaltliche Diskussion, gerade auch zwischen den GRC-Funktionen. In der Regel bietet sich nur in den wenigen Minuten der Präsentation der Ergebnisse an den Aufsichtsrat die Gelegenheit zu Fragen und weiterführenden Erklärungen. Moderne Ansätze zur Kommentierung und zum Teilen von Inhalten und Anmerkungen können hier eine wesentliche Veränderung herbeiführen. Dadurch lassen sich Entwicklungen zwischen den Sitzungen besser transportieren und nachvollziehbarer darstellen. Weiterhin wird auch hierüber die Vernetzung und inhaltliche Verknüpfung zwischen den diversen Fachbereichen stark gefördert, bis zur Vorstandsebene.

 

Hier gilt es verschiedene Aspekte zu bedenken: Einerseits gelten ähnliche Vorbehalte wie bei digitalen Formaten. Andererseits gilt der Grundsatz, dass sämtliche regelmäßige Informationen aus den GRC-Prozessen abgestimmt und von den Verantwortlichen freigeben sein müssen, bevor sie in die Berichterstattung münden. Dennoch bieten kollaborative Ansätze eine Fülle von Möglichkeiten, um die Sitzungen auf einer allgemein bekannten und abgestimmten Informationsbasis und dadurch verstärkt im inhaltlichen Dialog führen zu können. Manche Unternehmen gehen zwischenzeitlich gar bewusst weg von der Informationsflut über E-Mails und hin zu unternehmensweiten Kollaborationsplattformen. Es ist eine Frage der Zeit, bis sich das aus den operativen Einheiten hin zu den Vorständen und Aufsichtsräten durchschlagen wird.

 

Für die Fachbereiche empfiehlt es sich, diese Entwicklung aktiv zu begleiten und sie mit voranzutreiben, um die genannten Vorteile rasch für sich nutzen zu können. Im ersten Schritt ist es unerlässlich, ein Konzept mit klaren Regeln aufzustellen, um die Bedenken hinsichtlich Freigabe und Informationsfluss zu adressieren. Dafür eignen sich beispielsweise Freigaberoutinen als technische Hürde, die verhindern, dass unabgestimmte Informationen weitergegeben werden. Darüber hinaus ist eine Detaillierung dieser Regelungen über ein Berechtigungskonzept von großer Bedeutung um anschließend eine entsprechende Abbildung dessen in den technisch unterstützen Workflows umsetzen zu können.

 

Handlungsempfehlung

Informieren Sie sich zu etwaigen Plänen im Unternehmen, indem Sie beispielsweise mit den Kollegen der IT, vom Marketing und der Unternehmenskommunikation sprechen. Sofern es die Möglichkeit gibt, nutzen Sie eine Testinstallation und hinterlegen Sie einige Ihrer Datensätze. Bitten Sie Ihr Team, die Möglichkeiten auszuprobieren und bestimmen Sie dann das weiter Vorgehen.

 

Das 5. Paradigma finden Sie hier

 

 

 

 

 

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